Angekommen. Tagebuch einer Ausgewanderten

Frühstück macht glücklich…

… vor allem wenn man eine leckere Leberwurst auf dem frisch gebackenen, fluffigen Brötchen hat. Ja, klar – das türkische Frühstück ist auch lecker,  aber es wird noch leckerer, wenn man türkische und deutsche Zutaten kombiniert. Da ich absolut kein Süßfrühstücker bin, ist eine zart schmelzende Leberwurst oder besser Leberpastete eine perfekte Ergänzung. Und frische, heiße, fluffige Brötchen? Gibt´s hier auch super einfach, Ihr müsst nicht mal backen können – versprochen. 

Zuerst mal die Brötchen…. ich mache die in Form einer Partysonne, weil die Kids nicht so die Fans von Kruste sind und da gibts mehr weißes zum Rauspulen. Das Geheimnis hinter dem fluffig weichen Teig ist – der ist vom BÄCKER! Man kann hier in der Türkei in jeder Bäckerei (firin)  Brotteig bekommen, fast zu jeder Tageszeit. Eine Portion kostet genauso viel wie ein Brot, also derzeit 1,25 TL. Ein Brot ergibt 4 Brötchen. 

Brötchen – das Rezept
Also ganz einfach: abends bei der letzten Fuhre Teig kaufen (in der Regel um 18 Uhr rum, spätestens). Eine runde Form (es gibt ja diese „tepsi“ – die runden Backbleche) in allen Größen….) mit Backpapier auslegen oder bemehlen. Den Brotteig entsprechend teilen, die Teiglinge glatt und rund rollen und mit kleinem Abstand sternförmig in die Form setzen, mit Wasser besprühen (oder wer´s glänzend mag, mit einer Ei-Milch-Mischung bepinseln) und nach Geschmack mit Sesam, Mohn, Käse, Sonnenblumenkernen etc bestreuen.

Das ganze über Nacht in den Kühlschrank stellen – oder mind. 1,5 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen. Backofen auf höchste Stufe vorheizen. Form in den Ofen stellen und auf 180 Grad drosseln. Backen bis die Oberfläche hellbraun ist. Fertig. 


Und jetzt geht´s um die Wurscht:  

Man nehme ein Paket Hühnerleber mit Herzen, eine große Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Salz und Pfeffer und brate alles zugedeckt scharf an, möglichst in Butterschmalz. Falls keins da, erst mit etwas normalem Fett anbraten und dann Butter 1:5 zufügen – also für 500 gr Leber 100 gr Butter. 

Dann lässt man es zugedeckt noch ungefähr 15 Minuten ruhen.. Es sollte kein Fleischsaft mehr austreten, aber die Leber sollte nicht so durchgebraten sein. Dann wird alles Fein püriert, noch mal mit etwas Granatapfelsirup abgeschmeckt und in ein Schraubglas oder eine Schüssel gefüllt. Am besten schmeckt es, wenn es ein paar Tage im Kühlschrank durchzieht. Man kann die Leberwurst auch einfrieren, nur muss man sie dann nach dem Auftauen nochmals mit etwas zerlassener Butter neu pürieren, sie wird etwas krümelig. 

Als Variationen kann man auch Kalbsleber verwenden. Statt des Granatapfelsirups kann man auch einen sauren Apfel in Stücke schneiden und mitbraten. Oder Kapern reinschneiden. Oder scharfe Chiliflocken, Röstzwiebeln, klein geschnittene gekochte oder geräucherte Hühnchenbrust oder auf was man immer gerade Lust hat. 

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