Angekommen. Tagebuch einer Ausgewanderten

Ein neuer Abschnitt….

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Ein neuer Abschnitt, ein neuer Schritt ins Leben ­čÖé jetzt ist auch meine Kleine kein Grundsch├╝ler mehr, sondern geh├Ârt schon zu den „Gro├čen“. Wir haben ja dieses Mal l├Ąnger gek├Ąmpft, ob wir das nicht zum Anlass nehmen sollte, die beiden in eine Privatschule zu schicken. Vieles hat mich gest├Ârt an der „alten“ Schule. Aber durch eine neue Privatschule, die viele abgezogen hat, scheint ja einiges in Bewegung geraten zu sein… einen neuen, schicken Klassenraum (Elterninitative) und auch neue Lehrer, die bei den Kindern Begeisterung, bei den Eltern wohl auch Irritation und ├ťberforderung hervorrufen. So sagte┬áSelins neuer T├╝rkisch-Lehrer…. „Jedes Kind sollte soviele B├╝cher wie m├Âglich lesen“ Reaktion der Eltern „gnagnagnateuer15liragrummelgrummel“ Lehrer: „Sie haben Smartphones f├╝r 500 TL aufw├Ąrts, da werden doch wohl 15-20 TL f├╝r ein Buch ├╝ber sein.“┬á

Damit hatte er mich schon gewonnen ­čÖé Mit seiner Idee, den Kleinen Prinzen zu lesen und dann in eine Theaterauff├╝hrung dazu zu gehen, rennt er bei mir offene T├╝ren ein, andere meinten „Kino ist doch bestimmt interessanter“. Hausaufgaben gibt es auch nicht, er setzt auf selbst├Ąndiges Nacharbeiten. Klingt alles ziemlich gut – mal sehen, was er davon wirklich vier Jahre durchh├Ąlt. F├╝r mich ein weiterer Pluspunkt: eine offensichtlich geschulte Stimme und eine klare Aussprache. Ich verstehe jedes Wort.┬á
War wohl doch die richtige Entscheidung, die Kinder weiter auf die nahegelegene staatliche Stadtteilschule zu schicken und nicht auf eine Privatschule. ├ťbrigens weit und breit keine Spur von „Islamisierung“, die Kinder haben die vorgeschriebene Doppelstunde Religion und bei den 3 Wahlpflicht-Doppelstunden ist kein religi├Âser Schwerpunkt (Englisch, Naturwissenschaft und Kunst hat die Kleine, Mathe, Naturwissenschaft und Computer der Gro├če) Kleine Anekdote am Rande: statt Computer-Unterricht haben die Siebtkl├Ąssler eine Doppelstunde „Werken“ – so wie fr├╝her. Vermutlich einfach deswegen, weil die ohnehin viel ├Âfter eine Tastatur als Schere und Kleber in der Hand haben….┬á

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