Angekommen. Tagebuch einer Ausgewanderten

Kleine Erfolgserlebnisse – es geht bergauf

Ortahisar Burg

Ortahisar BurgBei einem Dreitages-Trip nach Kappadokien habe ich festgestellt, dasskappadokien nicht nur die Kilos schwinden, sondern die Energie zunimmt.

Zum ersten Mal seit Jahren bin ich wirklich überall hingelaufen und hochgestiefelt. Und wer Kappadokien kennt, weiss, dass es hier verdammt viele Steilhänge und vor allem Treppen und Leitern gibt. Die Burg in Ortahisar kann man bis auf die Spitze hochklettern, in dem man sich auf Metallstufen nach oben hangelt, die teilweise fast 90 Grad steil sind – und in schwindelerregender Höhe AUSSEN am Fels hochführen… Treppen, auf die ich mich noch vor ein paar Monaten nicht im Traum getraut hätte “och nee, lass mal, das schaff ich nicht” – nicht einmal für ein gutes Bild….

Nachdem die Hemmschwelle aber überwunden war (oft ist das grösste Hindernis ja der Gedanke “das kann ich nicht”) habe ich festgestellt: Ich kann´s!

DAS sind dann so die Momente, wo man weiss, dass sich die ganze Zählerei, Kontrolle und Einschränkung lohnt (wer jetzt behauptet, man könne ohne Einschränkung abnehmen, ist ein Träumer – oder ein Lügner) – viel mehr als die Komplimente zu den schwindenden Kilos.

Und es ist wirklich nicht nur der Ballast an Kilos, den ich abgeworfen habe, denn soooo viel ist es nicht, “nur” 8,5 kg in den letzten 10 Wochen. Es ist auch einfach das Mehr an Energie und Power, die ich habe. Meine Tiefpunkte der letzten Wochen, an denen ich wirklich geknabbert habe, sind – im Moment – überwunden, was natürlich nicht heisst, dass man auch wieder in alte Denkmuster zurückfällt – nämlich “nur viele Kilos zählen”.   Man muss einfach begreifen, dass der in der Tat ästhetischere Körper nur eine nette Beigabe ist für das eigentliche Ziel, nämlich etwas für die Gesundheit zu tun. Bis hierhin ist es eigentlich der schwerste Weg. Zeitlich bin ich jetzt an dem Punkt, wo mir bisher JEDE Diät zum Hals raushing und ich meiner GIER nach Butter, Nüssen, fettem Käse, Fleisch und Sahnejoghurt nachgegeben habe. Bei dem Ernährungskonzept “Low Carb – High Fat” bzw. “PALEO”, also “Steinzeitkost” darf ich das alles. Und auf mein geliebtes Obst muss ich auch nicht verzichten, ich muss es nur auf ein vernünftiges Maß reduzieren.IMG 1154

Dadurch, dass man zwar relativ wenig Kalorien zu sich nimmt (in meinem Fall um die 1500 kcal) aber diese zum grössten Teil aus Eiweiss und Fett gewinnt, hat man keinen Hunger. Und wenn nach ca 4-6 Wochen der Stoffwechsel wieder “rennt”, kann man sich auch mal “Sünden” erlauben bzw. wie wir jetzt aus Mangel an Alternativen 3 Tage “normal” ernähren. Ich bin ja grundsätzlich jemand, der sich ungern unterordnet, sei es unter Personen oder Ernährungskonzepte und eine Ersatzreligion in Form einer Ernährungsweise ist auch nicht mein Ding. Es geht mir darum, gesund zu leben und dabei idealerweise insgesamt ca 30 kg abzunehmen. Ein Drittel dieses Weges habe ich schon bewältigt, und wie mit den Treppen in der Felsenburg in Kappadokien ist der Weg schon gar nicht mehr so endlos und schwer, wenn man merkt “ICH KANN`S”. Steil ist die Treppe immer noch, schwer ist es immer noch, aber man hat ein Ziel vor Augen. “Der Weg ist das Ziel” ist Käse. Das Ziel ist das Ziel ist das Ziel. Aber unterwegs sollte man den Spass am Weg auch nicht vergessen 🙂 

 

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